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Der
Bratapfel
Von Emilie und Fritz Kögel
Kinder, kommt und
ratet,
Was im Ofen bratet!
Hört, wie's knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
Der Zipfel, der Zapfel,
Der Kipfel, der Kapfel,
Der gelbrote Apfel
Kinder,
lauft schneller,
Holt einen Teller,
Holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
Für den Zipfel, den Zapfel,
Den Kipfel, den Kapfel,
Den goldbraunen Apfel!
Sie
pusten und prusten,
Sie gucken und schlucken,
Sie schnalzen und schmecken,
Sie lecken und schlecken
Den Zipfel, den Zapfel,
Den Kipfel, den Kapfel,
Den knusprigen Apfel!
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Ein
etwas anderer Wunschzettel!
1998/K.V. |
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* nicht schweigen
sondern reden
* nicht verstecken
sondern öffnen
* nicht vernichten
sondern aufrichten
* nicht verachten
sondern annehmen und achten |
*
nicht gegeneinander
sondern miteinander
* Mensch sein und bleiben!
* Das Leben leben,
aber nicht um jeden Preis,
und nicht vergebens!
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Ein
liebes Wort zur rechten Zeit,
einen
Augenblick für andere da,
ist
wie ´ne Kerze in der Dunkelheit,
gibt
Licht und Wärme. - Wunderbar!.
Ralf
Gersthagen
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Kaminfeuer
von Annerose Scheidig
Ich friere,
deine Nähe soll mich wärmen
wir trinken trockenen Wein.
Knisterndes Holz sprüht grelle Funken.
Schattenbilder tanzen an den Wänden.
Zweisamkeit erfüllt den Raum.
Phantasien heben Verliebte hinaus aus dem grauen Alltag,
beschwingt in ein neues Lebensgefühl.
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Die
Tiere am Weihnachtsfest
von
Franz von Assisi
Wenn
ich mit dem Kaiser sprechen könnte, so würde ich ihm die Bitte vortragen,
er möge eine besondere Verordnung erlassen:
Am Weihnachtsfest sollten die Leute Korn
und anderes Vogelfutter vor die Häuser und Burgen auslegen,
damit die Vögel, besonders unsere Schwestern Lerchen,
am Festtag gut zu essen hätten.
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Weihnachtsmarkt
Tief
verschneit steh´n kleine Buden
preisen ihre Waren an,
duften tut´s nach Pfefferkuchen
und nach Glühwein dann und wann.
Stollen
gibt’s und Pflaumenmännchen
drüben tönt ein Weihnachtslied
Menschen laufen mit Geschenken
was man hier nicht alles sieht!
Hast
du´s große Los gezogen,
oder einen Hauptgewinn?
Sahst vom Riesenrad von oben
über all den Trubel hin?
Dort
die hübschen Märchenwesen,
Hänsel mit der Gretel lacht.
Auch der Weihnachtsmann hat eben
Kinderherzen froh gemacht.
Hast
du schon dein Weihnachtsbäumchen,
sonst nimm dir gleich eines mit.
Dauert nur noch ein paar Tage,
dann strahlt er im Kerzenlicht.
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Die
Weihnachtsgans
von
Heinz Erhardt
Tiefgefroren
in der Truhe
liegt
die Gans aus Dänemark.
Vorläufig
lässt man in Ruhe
sie
in ihrem weißen Sarg.
Ohne
Beine, Kopf, Gekröse
ruht
sie neben dem Spinat.
Ob
sie wohl ein wenig böse
ist,
dass man sie schlachten tat?
Oder
ist es doch zu kalt ihr?
Man
sieht's an der Gänsehaut...
Nun,
sie wird bestimmt nicht alt hier:
morgen
wird sie aufgetaut.
Hm,
welch ein Duft zieht aus dem Herde
durch
die ganze Wohnung dann!
Macht,
dass gut der Braten werde,
morgen
kommt der Weihnachtsmann!
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Kinderweihnacht
von
Christina
Telker
Aus
dem Fenster schaut das Gretchen
sieht die Welt ist zugeschneit.
Staunend steht sie vor dem Glitzern
oh du schöne Weihnachtszeit.
Gretchen
träumt vom Tannenbaume,
von Knecht Ruprecht mit Gespann.
Denn schon morgen kommt der Alte,
alle Kinder freu´n sich dann.
Schnell
jetzt noch die Stiefel putzen
sonst legt er nichts feines rein.
Morgen wenn Du ausgeschlafen
kannst Du Dich darüber freu´n.
Äpfel,
Mandeln und Rosinen
Teddy und ein Weihnachtsmann.
Träume von dem guten Alten,
der
Dir all das bringen kann.
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Weihnachten
von Joseph von Eichendorff
Markt
und Straßen steh´n verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.
An den
Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein steh´n und schauen,
Sind so wundervoll beglückt.
Und
ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heil´ges Schauern!
Weit so weit und still die Welt!
Sterne
hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt´s wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit!
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Tante
Elses Geburtstag
von
Rolf-Dieter
Seemann
Was
kann ich meiner Tante zum 75. Geburtstag schenken? - In Gedanken
gehe ich ihre Wohnung durch, sie hat wirklich alles.
Da
erinnere ich mich an unser jüngste Begegnung und ihren Satz:
"Deine Besuche sind immer so kurz....". Die Geschenkidee
ist geboren und ich schreibe auf die Geburtstagskarte: "Liebe
Tante Else, zu deinem Geburtstag schenke ich dir einen Tag mit mir, vom Frühstück
bis zum Abendessen. Ich kenne ein gemütliches Hotel im Rosengarten,
da können wir zu den Mahlzeiten einkehren und dazwischen so lange spazieren
gehen und so lange reden, wie du magst."
Nach
dem Lesen der Geburtstagskarte strahlte sie über das ganze Gesicht
und schaute trotzdem ungläubig. "Was, einen ganzen Tag, und
ich kann reden, was ich will, ohne dass du mich unterbrichst?"
Kaum habe ich das bestätigt, fügt sie hinzu: "Und dein Handy?
Lässt du dass zu Hause?" Da war sie wieder, diese Spur von
Tantchens Aufmüpfigkeit, aber schließlich kennt sie mich ganz gut.
Nach
dem Geburtstagskaffee, wieder zu Hause angekommen, höre ich meinen
Anrufbeantworter ab, nur eine Nachricht darauf: "Junge, das ist
das schönste Geburtstagsgeschenk von allen, ich freu` mich!"
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Ein
Spiel am Kamin!
(ohne
Altersgrenze)
Geschichten weiterspinnen
Eine Person fängt an eine Geschichte zu erzählen. Sie hält die
"Erzählerwurzel", ein Stück Holz, in der Hand. Nach
ein paar Sätzen gibt sie das Holz weiter. Wer
die "Wurzel" in der Hand hält, fährt mit der Geschichte
fort, solange er/sie mag.
Während
man in das glimmende Feuer schaut, wird sicherlich die Fantasie
angestrengt und es entstehen spannende, schrullige und gespenstische
Geschichten.
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Der Dezember
von Erich Kästner
Das Jahr ward alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiß liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man's versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht:
"Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."
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Stern
von Bethlehem
von
Christina
Telker
Überm
Stall von Bethlehem
stand der einst ein heller Stern.
Leuchtete weit in die Nacht
für Alle nah und fern.
Hirten
mitten in der Nacht
sahen diesen Stern.
Haben sich schnell aufgemacht
zum Kindelein so gern.
Auch
den heil´gen Königen
leuchtete der Stern.
Kamen einen weiten Weg
zum Krippelein so fern.
Und
auch für die ganze Welt
leuchtet heut noch dieser Stern.
Jedes Jahr zur Weihnachtszeit,
sagt
er: “Habt
Euch doch gern“.
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Die
Heilige Nacht
von
Christina
Telker
Tausend
güldne Sterne stehen
Heute nacht am Himmelszelt.
Denn es ist die Nacht der Nächte,
Weihnachten ist´s in der Welt.
Tief
verschneit sind Zaun und Hecken.
Aus dem Walde äugt ein Reh,
schaut zum Weihnachtsbaum der Tiere
der dort steht im tiefen Schnee.
Förster
hat den Tieren heute
reichlich ihren Tisch gedeckt.
Jeder soll das Rechte finden,
Häschen sich sein Schnäuzchen leckt.
Selbst
der Fuchs ist heute friedlich
wünscht dem Reh ein frohes Fest.
Meise schaut vom Baum herunter
Holt ein Körnchen sich ins Nest.
Könnte
es doch alle Tage
so wie heute friedlich sein.
Leider nur einmal im Jahre
strahlt
die Welt im Kerzenschein.
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