Alte Schule Esshoff

Geschichte

Marienhain

Missionskreuz

Wappen

Glockenverein

Schützenvereine

Termine aktuell

 

 

Links

Partnerseite

webmaster@esshoff.de

info@esshoff.de

 

Privatschule von 1863-1868

Protokolle der Gemein- deversammlungen zur Errichtung einer Schule in Esshoff

Die "Alte Schule" heute

 

Privatschule in Esshoff  von 1863-1868

von Katharina Völlmecke

Am 16 Juni 1863 gab die Königliche Regierung Arnsberg, Abteilung des Inneren, dem Landrat zu Brilon Bescheid, der Gemeinde Esshoff einen Hauslehrer zur Verfügung zu stellen.

Dem Amtmann Weddige zu Bigge und dem Vorsteher C. Becker zu Esshoff wurde folgende Verfügung übersandt:

Verfügung:

Auf die Eingabe des 18ten dieses Monats wird Ihnen gestattet, sich den Schulaspiranten Theodor Schlöwesser aus Eversberg als Hauslehrer zu halten, und den betreffenden Unterricht an die übrigen schulpflichtigen Kinder des Esshoffs zuzulassen, wobei jedoch der Widerruf vorbehalten und ausdrücklich zur Bedingung gemacht wird, dass die über das Elementarschulwesen bestehenden Vorschriften genau beachtet, sie mit Ausnahme des Schulgeldes von Ihren Verpflichtungen gegen die Ortsschule nicht entbunden werden und die Revision der Schule nötigenfalls auf Ihre Kosten stattfindet. Die aus der Verfügung entstandenen Kosten sowie das Porto haben Sie zu erstatten.

 Arnsberg, den 16.Juni 1863

Königliche Regierung, Abteilung des Inneren

Gez. V. Schenk

    Die entstandenen Kosten von 17 ½ Silbergroschen mussten portofrei an das Landratsamt zu Brilon binnen 8 Tagen übersandt werden. Landrat des Kreises Brilon von 1847-1878 war Casper-Maximilian Freiherr Droste Vischering-Padberg, geb. am 07. März 1808, gest. am 24. Mai 1887.

Die Schulaufsicht gebührte dem Schulinspektor Piepenbrock, Hochwürden zu Bigge. Im September 1868 kam von Rixen der Vorschlag, Esshoff und Rixen zu einem Schulbezirk zusammenzulegen und künftig eine Lehrerin einzustellen, da die Bezahlung eines Lehrers zu teuer war.

Dieser Vorschlag wurde von Seiten des Landrats und der Gemeinde Esshoff wegen folgender Punkte abgelehnt:

Die Entfernung von Esshoff nach Rixen war ebenso groß wie die nach Altenbüren. Der Weg nach Rixen war bei schlechtem Wetter und im Winter kaum passierbar und es bestand keine Aussicht, dass der Weg wieder in passierbaren Zustand versetzt würde. Zudem hatte sich Esshoff mit 300 Talern am Schulbau in Altenbüren beteiligen müssen. Die Finanzierung von 300 Talern wurde durch öffentliche Anleihen möglich und musste noch über Jahre unter Verzinsung zurückgezahlt werden.

Ebenso war die Leistungsfähigkeit der Gemeinde Esshoff sehr gering. Es wurden 22 Taler, 8 Silbergroschen, 1 Pfennig Grund- und 16 Taler Klassensteuer und 100% Kommunalsteuer gezahlt. Somit konnte der Gemeinde Esshoff nicht zugemutet werden, sich neben diesen Zahlungen auch noch an den Kosten der Gemeinde Rixen zu beteiligen.

Zu der Zeit gab es 13 schulpflichtige Kinder, die mit Genehmigung der Königlichen Regierung von einer Privatlehrerin des Försters Holzapfel unterrichtet wurden. Der Unterricht fand in seinem Haus statt.

Diese Seite ist optimiert auf eine Bilschirmauflösung von 800 x 600 Bildpunkten

 

Impressum                   Home